Bericht: Wanderung bei den Gertelsbacher Wasserfällen

Bericht: Wanderung bei den Gertelsbacher Wasserfällen am 19.06.2022

Aufgrund der extremen Hitze haben wir die ursprünglich vorgesehene Wanderung in Karlsruhe kurzfristig abgesagt und dafür eine Alternativ-Wanderung bei den „Gertelsbacher Wasserfällen“ durchgeführt.

Gruppenbild am „Stammtisch“ auf der Kohlbergwiese mit dem Senior-Chef und ehemaliger Wegewart des Schwarzwaldverein

Eine tolle Alternative zur geplanten Karlsruhe-Tour war diese Runde bei den „Gertelsbacher Wasserfällen„. Neun Wanderer, darunter ein Gast, der Vorstandsvorsitzende aus unserer Nachbar-Ortsgruppe Dornhan Ingo Meyer, trotzten den heißen Temperaturen und nahmen die gut 12 km lange und mit etwa 530 Höhenmetern bergauf, sowie ebenso vielen Höhenmetern bergab, in Angriff. Wir starteten auf dem Wanderparkplatz P2 Plättig/Bühler Höhe und umrundeten zuerst die Marie Frieden Kapelle, die man von der Bundestraße B500 leider fast nicht sieht. Sie steht auf dem Marienfelsen an der Bühlerhöhe und wurde 1960 durch den Sohn des Altbundeskanzlers Monsignore Dr. Paul Adenauer eingeweiht. Sie hat eine herrliche Lage mit einem wunderschönen Blick ins Rheintal. Sehenswert sind auch die modernen Glasfenster mit Marienmotiven.

Nach kurzer Besichtigung der Kapelle bogen wir auf den „Briefträgerweg“ ab und stiegen zunächst einige Höhenmeter auf einem schmalen Pfad hinab. Dann verließen wir den „Briefträgerweg“ auch schon wieder und wanderten parallel am Hang entlang auf dem „Gertelsbacher Wasserfälle Rundweg“, unterhalb vorbei am „Falkenfelsen“ und hinauf zur „Herta-Hütte„, von der man eine sensationelle Weitsicht über die Schwarzwaldhöhen und bis zu den Vogesen hat.

Nach einer kurzen Pause, in der auch ein Gruppenbild entstand, ging es weiter auf einem fast alpinen Pfad bergab und über einen Waldweg zum nächsten Etappenziel, dem „Waldgasthaus Kohlbergwiese„. Dieses Gasthaus mit schönem Biergarten ist schon lange im Besitz der Familie Mathieu und gleich nach unserer Ankunft wurden wir vom Senior-Chef freudig empfangen und begrüßt. Er ist seit über 40 Jahre Mitglied im Schwarzwaldverein und war darin über 20 Jahre als Wegewart aktiv. Heute ist sein Enkel in seine Fußstapfen getreten und kümmert sich als Wegewart um ein recht alpines Wegenetz.

Nach einer kurzen Rast ging es dann aber auch schon weiter über einen uralten Hohlweg, auf dem man noch die Reifenspuren im Granitgestein von Fuhrwerken erkennen konnte, die diesen schmalen Weg wohl ziemlich oft benutzt haben. Immer weiter ging es hinab, bis wir irgendwann den tiefsten Punkt unserer heutigen Wanderung im Bühler Tal am unteren Ende der „Gertelsbacher Wasserfälle“ erreicht hatten.

Von nun an ging’s nur noch bergauf! Zunächst noch relativ schwach ansteigend und immer direkt neben dem Gertelsbach kamen dann aber schon die ersten steileren An- und Abstiege, die aber alle Teilnehmer mühelos meisterten. Am eigentlichen Einstieg zu den Wasserfällen machten wir dann aber nochmal eine kurze Rast, um uns für die nächste anstrengende Etappe zu stärken. Einige nutzten diese Pause auch für eine kleine Erfrischung im Gertelsbach, der überraschenderweise genau die richtige Temperatur hatte – nicht zu kalt, aber auch nicht zu warm.

Und dann ging es los; nochmals ein kurzer Abschnitt mit relativ humaner Steigung, aber dann kamen die richtig steilen Passagen. Teilweise waren Stufen in den Felsen gehauen, teilweise ging es direkt von Fels zu Fels. Es kamen Brücken, sogar eine schöne Hängebrücke kam zum Einsatz. Und irgendwann waren wir dann alle wohlbehalten ganz oben angekommen. Jetzt ging es wieder paralell bzw. leicht ansteigend am Hang entlang zum Wanderparkplatz am „Wiedenfelsen“, wo wir  erneut ein kleines Päuschen einlegten und die tolle Aussicht vom „Wiedenfelsen“ genossen. Einige nutzen auch den nahegelegen Biergarten für eine kleine Erfrischung oder Stärkung.

Nun folgte die letzte Etappe, die uns auf schmalen Pfaden im angenehm schattigen Wald wieder hinauf zum Ausgangsort der heutigen Wanderung brachte.

Über die Schwarzwaldhochstraße B500 ging es dann über den Mummelsee / Hornisgrinde, Ruhestein Nationalparkzentrum und Alexanderschanze wieder zurück nach Freudenstadt, wo wir die heutige Schlußeinkehr im Panoramabad-Restaurant genießen konnten.

Gut gestärkt und wohlbehalten erreichten wir gegen 16:30 Uhr dann wieder unseren Sammelpunkt in Betzweiler.

Ich denke, es hatte allen Teilnehmern gut gefallen und insbesondere die Entscheidung, die ursprünglich geplante Wanderung in Karlsruhe aufgrund der großen Hitze abzusagen und eine Alternativ-Wanderung anzubieten war goldrichtig gewesen. In diesem Sinne, bis zum nächsten mal …, vielleicht schon am kommenden Sonntag, wo wir die Karlsruhe Trilogie Teil 2 gleich nachholen möchten. Bleibt alle gesund und bis bald, Euer Stefan.