Bericht aus Karlsruhe

Kleiner Bericht der Wanderung in Karlsruhe am 26.06.2022.

Bei sehr angenehmen sommerlichen Temperaturen und morgendlicher Frische starteten wir mit zwei PKW und neun Wanderern pünktlich um 8:00 Uhr in Betzweiler, um zunächst nach Freudenstadt zu fahren, wo wir auf die gelbe Karlsruher Bimmelbahn umstiegen. Zum Glück hatten alle ihr 9€-Ticket dabei, denn kurz nach der Abfahrt wurden wir bereits kontrolliert.

Um ziemlich genau 11:00 Uhr kamn wir in Karlsruhe am Hauptbahnhof an. Hier mussten dann erst einmal die nötigsten Geschäfte erledigt werden, bevor wir dann direkt in die Trilogie Teil 2 – in der City einstiegen. Vorbei ging es am Stadtgarten mit dem Zoo, dann über eine Brücke über das Zoo-Gelände und auf der anderen Seite weiter um den Stadtgarten herum.

Danach passierten wir das Konzerthaus und erreichten das traditionsreiche Vierordtbad mit seinem auffälligen, orientalisch aussehendem Schornstein, bevor wir in das Stadtviertel der Südstadt-Indianer einbogen. Hier entstand das erste Gruppenbild am markanten Indianer-Brunnen, einem der ersten öffentlichen WC’s in Karlsruhe. Ein „selbsternannter Bürgermeister“ gesellte sich schnell zu uns und erklärte uns einige Dinge über „sein Karlsruhe“. Weiter ging es, an der Schauburg vorbei.

Die Schauburg ist ein Programmkino in der Südstadt von Karlsruhe. Die Schauburg eröffnete 1929 in den Räumen des ehemaligen Apollo-Varietétheaters in der Marienstraße, in dem bereits seit 1906 auch Kinofilme gezeigt worden waren. Durch den Umbau entstand das mit damals 600 Plätzen erste echte Karlsruher Großraumkino. Nach der kompletten Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde das Kino 1949 an gleicher Stelle für bis zu 1000 Besucher neu aufgebaut. Zwischen dem im Innenbereich des Straßenblocks liegenden Kinosaal und dem Eingangsgebäude an der Marienstraße entstand eine 25 Meter lange Wandelhalle. Nach weiteren Umbauten hat die Schauburg heute drei Säle mit 350, 150 und 61 Sitzplätzen. Der große Saal (Cinerama) verfügt über eine gekrümmte, 17×7 Meter große Cinerama-Bildwand und gehört zu den wenigen Kinosälen, in denen Filme in Todd-AO-Technik gezeigt werden. 2015 war die Schauburg als einziges Kino in Baden-Württemberg und als eines von zehn in ganz Deutschland in der Lage, Quentin Tarantinos The Hateful 8 in der originalen 70-mm-Roadshow-Version zu zeigen. Das Treppenhaus des Kinos mit einer geschwungenen, gegenläufigen Treppe aus den 1950er Jahren steht unter Denkmalschutz.

Weiter wanderten wir durch die Straßen von Karlsruhe und erreichten das Badische Staatstheater, welches gerade renoviert wird. Hier steht normalesweise der sogenannte Musengaul, der zur Zeit aber irgendwohin ausgeliehen ist. Über das Ettlinger Tor ging es weiter zum Lidell-Platz. Hier gingen wir in einen Hinterhof, in welchem einige kleine Firmen ihrer Arbeit nachgehen. Eine Kita ist hier ebenfalls ansässig, wie auch ein Cafe namens Palaver.

Am dreieckigen Lidell-Platz entlang verläuft übrigens auch der sogenannte Landgraben, einem Abwasserkanal, der früher oberirdisch und offen verlief, inzwischen aber unterirdisch und abgedeckt.

Die nächsten Etappenziele waren die Kleine Stadtkirche, die Pyramide sowie die Große evangelische Stadtkirche und das Rathaus. Im Rathaus ist übrigens ein Glockenspiel installiert, welches uns auch Punkt Ein Uhr mit einem musikalischen Stückchen unterhielt. Das nächste Ziel war der Platz der Grundrechte, wo das nachfolgende Gruppenbild mit dem Schloß im Hintergrund enstand.

Die nächsten Ziele waren die katholische Stadtkirche St. Stephanus mit seiner beeindruckenden Kuppel, die Stadt-Apotheke und die ehemalige Hof-Apotheke sowie das Cafe Rih. Das Bundesverfassungsgericht ließen wir rechts liegen und erreichten den Botanischen Garten hinter dem Bundesverfassungsgericht.

Punkt Zwei Uhr war die Siegerehrung der Jagdhornbläser direkt vor dem Schloß geplant, die dieses Jahr aus ganz Baden-Württemberg nach Karlsruhe zu einem Landeswettbewerb angereist waren. Nach ein paar Minuten des zuhörens verließen wir diese Siegerehrung aber wieder und besuchten den Bahnhof der Parkeisenbahn. Am Wochenende ist hier immer eine Echtdampflokomotive im Einsatz, aber leider war dieses Bähnle gerade erst zu seiner Rundfahrt ausgerückt, so das wir leider nicht in den Genuß einer Mitfahrt kamen, wohl aber das Bähnle auf unserem weiteren Weg durch den Schloßpark nochmal vorbeifahren sehen konnten. Vorbei am Fasanenschlößle ging es dann zum Botanischen Garten des KIT, bevor wir recht pünktlich gegen 15:00 Uhr die Hoepfner-Burg erreichten, einen Biergarten neben einer Brauerei, welches das heutige Tagesziel war. Hier war eigentlich die Schlußeinkehr geplant gewesen, aber leider hatten fast alle Teilnehmer gar keinen Hunger. Aber das ein oder andere Bierchen nahmen dann doch alle zu sich.

Die letzte Etappe stand nun auf der Tagesordnung: mit der Stadtbahn S3 ging es zunächst wieder zurück zum Hauptbahnhof und von dort mit dem Eilzug S81 wieder zurück nach Freudenstadt.

Pünktlich um 17:30 Uhr kamen wir dann alle wohlbehalten in Freudenstadt an und waren so gegen 18:00 Uhr wieder Zuhause.