Bericht: Auf dem Reinerzauer Wasserpfad

Bei nochmal guten Wetteraussichten (trocken und warm) Ende Oktober 2019 trafen sich 14 Wanderer pünktlich um 12:00 Uhr auf dem VOBA-Parkplatz in Betzweiler. Nach kurzer Begrüßung durch die Wanderführerin Brigitta Schade fuhren wir mit Privat-PKW über Alpirsbach und die „Eckte“ ins Reinerzauer Tal, wo wir auf dem Wander-Parkplatz im Oberen Dörfle parkten.

Hier erläuterte uns Brigitta zunächst den groben Ablauf der heutigen Halbtageswanderung und dann ging es auch schon los, am Bach der Kleinen Kinzig entlang bergauf in Richtung der Talsperre.

Gleich mal die Statistikdaten vorneweg: die Wanderung inklusive der Besichtigung des Wasserwerkes betrug ca. 7,6 km. Dabei,waren ca. 300 Hm Auf- und 300 Hm Abstieg zu absolvieren. Alleine der Wasserprobenentnahmeturm im Stausee hat dabei schon eine Höhe von 75 m.

Nach etwa 30 Minuten erreichten wir das WKK (Wasserversorgung Kleine Kinzig) und warteten dann etwas auf unsere Führung, die wir gemeinsam mit einer weiteren Wandergruppe hatten, die etwas verspätet eintraf.

Die Führung durch die WKK wurde dann von einem Herrn Kübler sehr kurzweilig durchgeführt. Zunächst erklärte er ein paar grundlegende Dinge über die Entstehung der WKK, dann führte er uns einen kurzen Film darüber vor. Und dann stand dem Besuch des Wasserprobenentnahmeturmes nichts mehr im Weg und wir durchwanderten zunächst einen ca. 300 m langen Tunnel unter dem Stausee, also unter ca. 12,414 Mio. m³ Wasser, zu diesem Turm. Der Zweckverband Wasserversorgung Kleine Kinzig ist einer von vier Fernwasserversorgern in Baden-Württemberg und besitzt als Alleinstellungsmerkmal die einzige Trinkwassertalsperre in Baden-Württemberg.

Nach unzähligen Stufen stetig im Kreis stiegen wir dann im Turm bis zur Aussichtsplattform hinauf und hatten von dort einen wunderbaren Ausblick über den Stausee und die Staumauer. Nach kurzer Verweilzeit ging es dann aber auch schon wieder dieselben Stufen hinunter.

Nachdem wir wieder vor der Staumauer angekommen waren, ging die Führung weiter in die Gebäude der WKK, in denen die Trinkwasseraufbereitung stattfindet. Auch dieser Teil wurde von Herrn Kübler sehr fachkundig und kurzweilig gestaltet, wenngleich es hier nun deutlich schwieriger war, seinen Ausführungen akkustisch zu folgen, denn durch die vielen Pumpen war der Geräuschpegel doch schon ziemlich hoch. Nach guten zwei Stunden war dann das Ende der Führung erreicht und wir wanderten zunächst hinauf zur Staumauer, um auf dieser das Tal der Kleinen Kinzig zu überqueren und auf der anderen Talseite dann dem Reinerzauer Wasserpfad weiter bergab zu folgen. Unterwegs kamen wir dann noch an der Holzriese vorbei, in der früher die Baustämme aus schwer zugänglichem und steilen Gelände bergab transportiert wurden. Noch heute findet jedes Jahr einmal das sogenannte Ries-Fest in Reinerzau statt, bei welchem dieses Vorgehen dem staunenden und zahlreichen Publikum vorgeführt wird.

Zur Schlußeinkehr fuhren wir nach der Wanderung über Schömberg nach Ödenwald, um in der dortigen Tannen-Stub gemeinsam und gemütlich diese Halbtageswanderung abzuschließen. Dazu ist dann auch noch Evi dazugestoßen, die leider arbeiten mußte und daher die Wanderung nicht mitmachen konnte. Aber das sehr leckere Essen in der gemütlichen Tannen-Stub wollte sie sich nicht entgehen lassen. 🙂

An dieser Stelle von uns allen ein ganz herzliches Dankeschön an die Wanderführerin Brigitta, die wieder einmal eine ziemlich perfekte Wanderung organisiert und geleitet hat. 🙂

Hier noch ein paar Bilder: